Schulkindbetreuung JA – aber richtig und gut!

Es steht außer Frage, dass die Kinderbetreuung in den Kommunen und damit auch in Altrip weiter ausgebaut werden muss, um Vereinbarkeit von Fa- milie und Beruf für beide Elternteile sicherstellen zu können. Hierzu zählt auch die Schulkindbetreu- ung, damit die Familien nach der Kita – Zeit nicht in ein „Betreuungsloch“ fallen.

Es steht auch außer Frage, dass wir damit aufhören müssen, die Last der Erziehung einzig und allein den Frauen aufzubürden, dass wir aufhören müs- sen damit, den Müttern ständig ein schlechtes Ge- wissen einzureden, aufhören damit, Frauen zu dis- kriminieren, in dem wir ihnen die Möglichkeit einer selbstbestimmten Lebensplanung rauben und dass wir aufhören müssen damit, Frauen in die sichere Altersarmut zu schicken, weil wir ihnen die Mög- lichkeit nehmen, für ihre eigene Rente zu sorgen. Gleichzeitig müssen wir aber den Eltern die Sicher- heit geben, auf eine bestmögliche Betreuung ihrer Kinder, welche auf deren Bedürfnisse eingeht und notwendige individuelle Förderung einschließt, wie es zum Beispiel eine Hortbetreuung bieten kann. Das sind wir ganz besonders auch unseren Kindern schuldig.

Qualifizierte Hortbetreuung anstattContainerbetreuung
Wir Grüne wollen genauso wie dies die AltriperElterninitiative in ihrem ersten Entwurf definierthat, dass sichergestellt ist, dass die Betreuung der Schulkinder qualitativ gut ist. Diese Sicherstellung

Das ist ein falsches gesellschaftliches Signal, das wir hier von Altrip aussenden und wird in naher Zukunft auch die Attraktivität Altrips für junge Fa- milien schwächen.

Abschaffung der Hortgruppe – falscher Weg

Wir bedauern deswegen sehr, dass es nicht ge- lungen ist, das ursprüngliche Konzept der Eltern- initiative umzusetzen. Grund war sicherlich auch die Aussage von Bürgermeister Jacob, bereits am Anfang der Verhandlungen am Runden Tisch, dass er die Hortbetreuung in Altrip komplett einstellenwird. Das setzt die Betroffenen unter Druck !

Wir meinen, dass Investitionen in eine qualitativ gute Kinderbetreuung, wichtige und sinnvolle In- vestitionen in die Zukunft sind, die uns unsere Kin- der Wert sein müssen. Dass dies nicht von heut` auf morgen umsetzbar ist, das ist uns auch be-wusst. Das muss schrittweise aufgebaut und finan- ziert werden. Aber wir müssen jetzt damit anfan- gen!

Altrip und Bürgermeister Jacob gehen hier aus un- serer Sicht allerdings in die falsche Richtung, wenn in Zukunft keine Hortplätze mehr angeboten wer- den und Eltern dadurch komplett die Wahlmöglich- keit bei der Schulkindbetreuung genommen wird. In anderen Gemeinden, auch im Rhein-Pfalz-Kreis, werden beide Betreuungsmöglichkeiten angebo- ten, allerdings mit dem Ziel, die Hortgruppen aus- zubauen, weil sie von Eltern aufgrund des qualitativ angemessenen Angebots immer stärker nachge- fragt werden. Dies vor dem Hintergrund, dass die laufenden Kosten der Betreuung für die Gemeinden bei Hortgruppen sogar wesentlich geringer sind, da im Gegensatz zur betreuenden Grundschule, dasLand Hortgruppen genauso verpflichtend bezu- schusst wie es dies bei Kindergartenplätze macht.

Wir Grünen finden es wichtig, dass die „Vereinbar- keit von Familie und Beruf“ und die „Gleichstellung der Geschlechter“ auf der einen Seite und die Qua- lität in der Kinderbetreuung auf der anderen Seite, nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sondern dass auch kommunal Lösungen gefunden werden, die beiden Seiten gerecht werden.

Das bedeutet für Altrip nicht Abbau der Hortplätze,sondern eine zukunftsweisende und mittelfristig fi- nanzierbare Planung für einen schrittweisen Aus- bau einer qualitativ guten Schulkindbetreuung.

gelingt allerdings nur dann, wenn die Richtlinien des Kin- dertages-stättengesetzes und der entsprechenden Verord- nungen eingehalten werden, wie dies zum Beispiel bei Hort- gruppen der Fall ist. Mit ei- ner kindgerechten räumlichen Ausstattung und einem Kind-/ Fachkräfteverhältnis, das den Bedürfnissen der Kinder ge- recht wird.

Die betreuende Grundschule

hingegen ist vom Ansatz her ein niederschwelliges Angebot zur kurzzeitigen Be- darfsdeckung zwischen zwei Betreuungszeiten. Sie unterliegt nicht dem Kindertagestättengesetz und sie ist nicht geeignet und laut Verordnung auch nicht gedacht für eine längere Betreuungszeit oder gar eine Ganztagsbetreuung.
Dies drückt sich in Altrip auch ganz besonders beim Raumkonzept aus. Kinder in Containern zu betreu- en –was aus unserer Sicht besonders in der Winter- zeit eine enorme Stressbelastung bedeutet-, kann maximal eine Übergangslösung sein, aber niemals ein bleibendes Angebot für die Zukunft.

Aus dem Grünen Bläht 2013

 

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