Mit dem Fahrrad durch Altrip: Aufschlussreiche Gespräche mit Christian von Staden, dem Landesvorsitzenden des ADFC

(Nachtrag) Am Donnerstagabend, dem 06.07.17, lud der Ortsverband Altrip von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zahlreiche Interessierte zu einer Fahrradtour durch den Ort ein, um gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Rheinland-Pfalz Christian von Staden über eine fahrradfreundlichere Verkehrspolitik für Altrip zu sprechen. 

Bereits beim Treffpunkt an der Junkergewanne nähe ARAL-Tankstelle beanstandete von Staden zurecht das Bushalteschild an der neu gebauten Bushaltestelle Altrip-Hartmann – denn es ragte zu weit in den Fahrradweg und stellt somit für Fahrradfahrer*innen besonders nachts ein gefährliches Hindernis dar. Weiter ging es dann mit ca. 10-15 interessierten Altriper*innen auf den Drahteseln in Richtung Ortskern. Nächster Stopp war die Kreuzung Ecke Rheingönheimerstraßer/Dalbergstraße, wo der Landesvorsitzende des ADFC darauf hinwies, dass trotz der Querung des Fahrradwegs keine Vorfahrt-Achten-Schilder oder Fahrradsymbole auf der Straße für Autos vorhanden seien. Ebenfalls sei der Fahrradweg in Richtung Ortsausgang zu schmal, da dort sehr häufig Spazier- und Gassigänger unterwegs sind. Schließlich kam die Kolonne an der Ecke Goethestraße/Rheingönheimerstraße gegenüber der VR-Bank an, wo die für Fahrradfahrer*innen katastrophale Situation erörtert wurde. Dort endet nämlich nach der Bushaltestelle Altrip-Goethestraße der Fahrradweg, sodass über die Kreuzung auf die Straße gewechselt werden muss, wo gleichzeitig für Autos Tempo 30 endet und Tempo 50 anfängt, was insgesamt ein hohes Gefahrenrisiko birgt. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen schlug Christian von Staden vor, den Fahrradweg weit vor der Kreuzung enden zu lassen und dies mit Pfeilen auf der Straße angezeigt zu bekommen, sodass ein sicherer Spurwechsel vor der Kreuzung möglich ist. Als nächstes wurde am Ortsausgang an der Ludwigsstraße/Fährstraße gehalten, wo die Verkehrsbehinderung durch parkende Autos kritisiert wurde, die zusammen mit dem hohen Verkehrsaufkommen aufgrund des Fährverkehrs ebenfalls eine Gefahrenquelle für Fahrradfahrer*innen darstellt. Anschließend fuhr die Gruppe um den ADFC Landesvorsitzenden zum Fähranleger, bei dem die gefährliche Situation einerseits auf der Fährstraße, aber auch beim Verlassen der Fähre für Personen mit Fahrrad aufgezeigt wurde. Beim Rückweg Richtung Ort wurde über eine Fahrradstraße durch die Schillerstraße gesprochen, die es den Radfahrer*innen mittels Beschilderung ermöglichen soll, schneller und vor allem sicherer zur Fähre fahren zu können. Die Tour endete an der Speyrerstraße Ecke Goethestraße am Ende des Radweges, wo es ebenfalls dringend notwenig wäre, Bodenmarkierung anzubringen, um ein sicheres queren zu ermöglichen.

Gemeinsam mit Christian von Staden konnte an neuralgischen Punkten im Ort Gefahrenquellen für Fahrradfahrer*innen aufgezeigt und Lösungsvorschläge vor Ort erarbeitet werden, was auf breites Interesse bei den Teilnehmern stieß. Es wurde klar: Unsere Gemeinde Altrip hat in Sachen Fahrradfreundlichkeit noch großen Aufholbedarf – was laut uns Altriper Grüne so nicht bleiben kann. Denn viele Altriperinnen und Altriper nutzen das Fahrrad nicht nur als Freizeit- und Sportgerät, sondern pendeln täglich damit zur Arbeit und zur Schule. Deshalb setzen wir GRÜNE uns für eine fahrradfreundlichere Verkehrspolitik im Ort ein für die Sicherheit der Fahrradfahrer*innen und für die Förderung von Alternativen zum Auto. Wesentliche Grundlagen dahingehend konnten wir am Donnerstagabend zusammen mit dem Landesvorsitzenden des ADFC erarbeiten, weshalb wir uns bei ihm herzlich für seinen wertvollen Besuch bedanken. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung der Altriper GRÜNEN.

 

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