Schwarzmalerei?

Drohende Deichbrüche, Evakuierungsprobleme, Katastrophenszenarien…

Das letzte Oderhochwasser hat wieder einmal gezeigt: Deiche brechen, Flutwellen kommen auch in unerwartet kurzer Zeit hintereinander, Gemeinden im Tiefgestade laufen voll… Nun wird man uns beruhigen, dass unsere frisch ertüch- tigten Deiche sicher seien und dass die dortigen Verhältnisse mit den hiesigen nicht vergleichbar seien. Ist das so? Wer beurteilt das? Das The-ma „Fluchtwege bei geflutetem Polder“ erhitzteauch beim Berufungsverfahren vor dem OVG in Koblenz die Gemüter. Es musste hier seitens der SGD Süd eingeräumt werden, dass der AltriperFluchtweg nach Waldsee (K 13) partiell überflu- tet wäre. Anfragen im Kreistag, die dieses Risiko und die daraus resultierenden, notwendigen Kon- sequenzen, auch unter Berücksichtigung des mitt-lerweile im Bau befindlichen Rehbachpolders ander K 7 (Fluchtweg nach Rheingönheim), für Alt- rip betrachten, blieben weitgehend unbearbeitet.

Erst wenn andernorts die Bilder von Überschwem- mungen in den Medien sind, werden sich viele wie- der Gefahr bewusst, die auch bei uns droht. Es ist keine „Panik mache“ und kein „Spiel mit der Angst der Bürger“, sondern schlichtweg eine berechtig- te Forderung von uns Altriper Bürgern nach Si- cherheit. In Hochwasserrisikomanagementplänen wie sie die EU fordert, müssen solche Gesamtbe- trachtungen erstellt werden, die den Naturschutz und die Fluchtwegeproblematik einbeziehen und welche die Druck-und Grundwasserproblema- tik in Altrip in den Kontext zum Polder Waldsee/ Altrip/Neuhofen und zum Rehbachpolder stellen.

Dies bestätigte nun auch die EU-Kommission auf Anfrage unserer Grünen Europaabgeordne- ten Franziska Brantner. Die Hochwasserrpartner- schaft Isenach-Eckbach erstellt derzeit solche Pläne. Eine Betrachtung der Altriper, Waldseerund Neuhofener Situation findet darin aber nichtstatt. Das ist genauso unverständlich, wie die Tatsache, dass der Rhein-Pfalz-Kreis Mitglied die- ser Gemeinschaft ist, Altrip, Waldsee und Neu- hofen aber ausgeschlossen wurden, obwohl sie dem Rhein-Pfalz-Kreis angehören und im Hin- blick auf den drohenden Polder genau hier eine solche Sicherheitsbetrachtung schnellst möglich notwendig ist! Wir fordern deshalb von Land- rat Körner, dass er sich für eine Mitgliedschaft der ausgeschlossenen Gemeinden (u.a.Altrip) einsetzt! Übrigens: Die Hochwasserpartner- schaft Isenach-Eckbach hat sich jetzt in Hoch- wasserpartnerschaft „Nördliche Vorderpfalz“ um- getauft! Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

Aus dem Grünen Bläht von 2011

 

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